Was ist Diabetes Typ 2? Diabetes Typ 2 tritt meist nach dem 40. Lebensjahr auf. Hierbei besteht ein „relativer Insulinmangel“. Die Bauchspeicheldrüse produziert zwar Insulin, aber die Körperzellen verlieren ihre Empfindlichkeit für das Hormon und/oder die Ausschüttung  des Insulins aus den Zellen der Bauchspeicheldrüse ist gestört. Die Bauchspeicheldrüse versucht dies auszugleichen, indem sie immer mehr Insulin ausschüttet. Doch trotz erhöhtem Insulinspiegel gelangt immer weniger Zucker in die Körperzellen.

Sehr häufig können Menschen mit Diabetes Typ 2 zunächst mit einer Ernährungsumstellung allein oder aber in einer Kombination  mit Tabletten behandelt werden. Im Krankheitsverlauf vermindert sich aber die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse, wodurch auch bei Menschen mit Typ-2-Diabetes der Insulinmangel weiter fortschreitet. Der dadurch veränderte Stoffwechsel muss dann ebenfalls mit Insulin-Injektionen  behandelt werden.

Symptome bei Diabetes Typ 2

Häufig erkennen Ärzte Diabetes Typ 2 durch Zufall. Denn der Beginn der Stoffwechselerkrankung ist schleichend und ohne Symptome.

  • Häufig: Müdigkeit/Schlappheit, Infektionen
  • Bei der Diagnose liegen meist bereits diabetische Folgeerkrankungen vor.
  • Klassische Symptome wie z. B. häufiges Wasserlassen oder Durstgefühl sind eher selten.

Die fehlenden Symptome sind auch ein Grund, warum Diabetes Typ 2 im Durchschnitt erst acht bis zehn Jahre nach Ausbruch der Krankheit diagnostiziert wird.

Ursachen eines Typ-2-Diabetes sind:

  • eine entsprechende genetische Disposition,
  • häufig verbunden mit starkem Übergewicht (Adipositas)
  • und zu wenig körperliche Bewegung.
  • erhöhte Blutfettwerte sowie Bluthochdruck gehen oft mit einem Prädiabetes oder Diabetes einher (Metabolisches Syndrom).

Diabetes Typ 2 vorbeugen – 
mit ausgewogener Ernährung und Bewegung

Immer mehr Menschen verbringen ihre Freizeit sitzend. Eine Lieblingsbeschäftigung der Deutschen: Binge-Watching – ein Phänomen, das mit dem Aufkommen von digitalen Videokanälen wie Netflix, YouTube und Co. entstanden ist – bei dem aus einer Folge der Lieblingsserie schnell ein ganztägiger Serienmarathon auf der Couch wird. Um sich während dieses Marathons über Wasser zu halten, greifen viele zu Pizza, Cola und Co. – doch Vorsicht! Solche Angewohnheiten können gesundheitliche Folgen haben. Zu wenig körperliche Bewegung und ungesunde Ernährung können Ursache für das Entstehen eines Diabetes Typ 2 sein. Bei Diabetes Typ 2 besteht ein „relativer Insulinmangel“, das heißt, die Körperzellen sprechen schlechter auf das Insulin an. Die Bauchspeicheldrüse versucht das auszugleichen, indem sie immer mehr Insulin ausschüttet.

Während sich Diabetes Typ 1 – bei dem ein absoluter Insulinmangel besteht – nicht verhindern lässt, sieht das bei Diabetes Typ 2 ganz anders aus: Mit einer gesunden Lebensweise kann man Diabetes Typ 2 hinauszögern oder sogar vollkommen verhindern. Was es dazu braucht? Eine bewusste, ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung. Anstatt zu zuckerhaltigen Softgetränken wie Cola, Energydrinks oder Säften zu greifen, sollten Wasser und selbstgemischte Fruchtschorlen auf dem Speiseplan stehen. Pizza, Burger und Chips lassen sich durch frische Gerichte, Gemüsesticks und Obst ersetzen. Nicht empfehlenswert ist es, den ganzen Tag auf der Couch oder im Bett zu verbringen. Wie wäre es mal mit einer aktiven Pause? Falls vorhanden, können Sie natürlich auch den Crosstrainer oder den Heimtrainer während des TV-Schauens zum Einsatz bringen. Schon kleine Veränderungen im Alltag können mehr Bewegung ins Leben bringen.

Welche Maßnahmen ergriffen werden können, um einen gesunden Lebensstil umzusetzen und das persönliche Risiko für Diabetes Typ 2 zu senken, haben wir gemeinsam mit der Firma ISOTEC in einem Poster zusammengestellt. Neben hilfreichen Tipps findet sich hier auch eine Auswahl an Sportübungen wieder, die ohne großen Aufwand zu Hause durchgeführt werden können. So kommt ganz einfach mehr Bewegung in den Alltag!

© diabetesDE