Aktuelles

(Gesundheits-) Selbsthilfe im Wandel

Vom Erfahrungsaustausch zur Interessenvertretung

 
Wie die Diabetestherapie unterliegt auch die Selbsthilfearbeit dem Wandel. Immer mehr Betroffene sehen in der Selbsthilfe zunehmend eine Art „Gewerkschaft“, die ihre Interessen auch politisch vertreten soll. Martin Hadder, der Vorsitzende des Landesverbandes NRW der DDH-M, zeigt am Beispiel von NRW, wie das gehen kann, aber auch, dass politische Einflussnahme einer höheren Mitgliederstärke bedarf.
 
Bestand noch vor wenigen Jahrzehnten die Hauptaufgabe der Selbsthilfe im Erfahrungsaustausch und der Beratung im Umgang mit der Erkrankung im Alltag, sind seit der ersten Gesundheitsreform 1993 die Aufgaben in der Selbsthilfe umfangreicher geworden. Soziale Themen treten immer häufiger in den Fokus der Selbsthilfearbeit. Zudem hat sich auch die Medienlandschaft in den letzten Jahren enorm gewandelt. Zu Problemen in der Versorgung und zum Krankheitsbild sind häufig sehr unterschiedliche Stellungnahmen und Informationen veröffentlicht, die nicht immer für die individuellen Probleme der Betroffenen zutreffend sind.
 
Bei der Informationsflut in vielen Medien ist die Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) mit ihrer Betroffenenkompetenz ein verlässlicher Ratgeber. Vorrangiges Ziel der DDH-M ist es, seine Mitglieder immer aktuell über Änderungen aufzuklären und sich dafür einzusetzen, dass an Diabetes erkrankte Menschen auch zukünftig am medizinischen Fortschritt in Deutschland teilhaben können und ihnen damit eine hohe Lebensqualität ermöglicht wird.
 
Selbsthilfe ist auch Interessenvertretung
 
Berechtigterweise fordern Betroffene die Vertretung ihrer Interessen beim Gesetzgeber und bei den Versorgungseinrichtungen. Bekanntlich fallen Entscheidungen über die Versorgung nicht nur im Bundesgesundheitsministerium. Viele therapiebezogene Entscheidungen fallen auf Landes- bzw. regionaler Ebene. Nur ein mitgliederstarker Verband ist daher in der Lage, wirkungsvoll die Interessen der Betroffenen zu vertreten bzw. Einfluss zu nehmen. Diabetiker, die auch zukünftig eine bestmögliche Versorgung und eine hohe Lebensqualität wünschen, und von der DDH-M eine wirkungsvolle Einflussnahme erwarten, sollten daher Mitglied in ihrem Landesverband werden.
 
Der Landesverband NRW e.V. der DDH-M ist ein Beispiel dafür, was Selbsthilfe erreichen kann, wenn sie die regionalen Strukturen nutzt und mit den Verantwortlichen vor Ort zusammenarbeitet.
 
Landesverband NRW leistet Pionierarbeit
 
Der Landesverband NRW e.V. der DDH-M verfügt über ein fast flächendeckendes Netz an Selbsthilfegruppen, in denen ca. 300 ehrenamtliche Mitarbeiter vor Ort ihre Hilfe anbieten. Unterstützung in seiner Arbeit erhält der Landesverband dabei von einem Fachbeirat, der aus kompetenten Therapeuten aller Bereiche der Diabetikerversorgung besteht.
 
Viele Gespräche und Kooperationen in den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass drängende Probleme nur in Zusammenarbeit mit den regionalen Politikern, Ärzten, Diabetesberaterinnen, Apothekern und anderen Berufsgruppen und deren Verbänden, die in der Versorgung der Diabetiker tätig sind, gelöst werden können. Gemäß dem Slogan „Gemeinsam erreichen wir mehr“ konnten viele Projekte und Aktionen initiiert werden, die nur mit Unterstützung und in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden umsetzbar sind. Damit leistet der DDH-M Landesverband NRW bei dem Bemühen, die Krankheit selbst in die Hand zu nehmen, nach wie vor Pionierarbeit. Er ist in NRW die einzige Selbsthilfeorganisation, die den Betroffenen ihre Hilfe anbietet und in der Politik sowie bei den Institutionen zum Thema Diabetes Anhörung findet.
 
Beispielhaftes Präventionsprojekt
 
So ist der Landesverband NRW e. V. der DDH-M auch landesweit beratend und präventiv unterwegs mit seinem Diabetes-Info-Mobil, das die Möglichkeit einer Sofortdiagnostik hat, um die Menschen in ihrem Alltag zu beraten und für die Volkskrankheit Diabetes zu sensibilisieren. Zusätzlich führt der Landesverband in den kommenden vier Jahren gemeinsam mit diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf ein bundesweites Projekt „Diabetesberatung auf Rädern“ durch, das u. a. auch vom Bundesgesundheitsministerium gefördert wird.
 
Damit wir zukünftig mehr erreichen und die Interessen der Betroffenen wirksam vertreten können, werben auch Sie Mitglieder für Ihren Landesverband. Reden Sie auch mit bekannten und befreundeten Diabetikern und empfehlen ihnen eine Mitgliedschaft in ihrem Landesverband.
 
Martin Hadder
Landesvorsitzender
DDH-M Landesverband NRW e.V.
 




DDH-M Landesverband NRW ausgezeichnet

NRW SelbsthilfePreis 2014 würdigt ehrenamtliches Engagement und Kreativität von Selbsthilfegruppen
 
Unter dem Leitsatz „Gemeinsam ist man stärker“ wurden am 16. September 2014 vier kreative Vorbildprojekte von Selbsthilfegruppen bzw. -verbänden mit dem ersten NRW SelbsthilfePreis der gesetzlichen Krankenkassen/-verbände ausgezeichnet. Gesundheitsministerin Barbara Steffens, die Schirmherrin des SelbsthilfePreises, überreichte den Landesorganisationen einen Preis für ihre herausragenden Projekte. Die Laudationes hielten die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK NORDWEST, Dr. Martina Niemeyer und der Beauftragte der Landesregierung für Patientinnen und Patienten, Dirk Meyer, beide auch Mitglied der Jury.
 
Zur feierlichen Preisverleihung kamen 140 Teilnehmer/innen in das Hotel Mutterhaus in Düsseldorf, darunter auch alle 13 Landesorganisationen, die 2013 ihr Projekt eingereicht hatten. WDR-Moderatorin Steffi Neu führte durch die Veranstaltung und präsentierte alle Vorschläge, Ministerin Steffens gab im Anschluss die Entscheidung der Jury bekannt. Deren Mitglieder Dr. Martina Niemeyer, Dirk Meyer und Steffi Neu hatten sich für vier Projekte entschieden:
 
Die Selbsthilfe homosexueller suchtkranker Menschen NRW e.V. erhielt einen Preis für ihre Ausstellung „Sucht im Spiegel der Philatelie“, die zeigt, wie das Thema Abhängigkeit von Drogen, Alkohol, Tabak und Medikamenten international auf Briefmarken behandelt wird. Der Cochlear Implant Verband NRW e.V. wurde für seinen Tangoworkshop für Hörbehinderte ausgezeichnet, der beweist, dass man durch die Bewegungen seines Körpers „Musik hören“ kann. Die Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. berührt mit einem Gedichtband „Zeit-Gedanken“, der Gedichte und Fotos zu jedem Monat aus verschiedenen Zeiträumen einer Parkinson-Betroffenen enthält. Und schließlich überzeugte die Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes LV NRW e.V. mit ihrer Kampagne „Diabetes in der Schule“, die Lehrende und Erzieher/innen über den Umgang mit Diabetes bei Kindern aufklärt.
 
Dirk Meyer hob in seiner Laudatio hervor, dass es Aspekte gibt, die in der Selbsthilfearbeit besonders wichtig sind: Leidenschaft, Kommunikation und Kooperation. Auch dieses Projekt, betonte Martin Hadder, Vorsitzender des DDH-M Landesverbandes NRW, sei nur in der Zusammenarbeit mit dem Deutschen Diabetes-Zentrum, Düsseldorf, und der IKK classic umsetzbar gewesen, wofür er sich im Rahmen der Preisverleihung bei allen Beteiligten ganz herzlich bedankte.
 
Bedeutende Rolle der Selbsthilfe
 
In ihrer Rede thematisierte Ministerin Steffens die gesellschaftliche und die individuelle Funktion von Selbsthilfe. „Selbsthilfe ist besonders wichtig. Unsere Gesellschaft hat sich zu einem „höher, schneller, weiter“ entwickelt. Funktionieren steht dabei immer im Mittelpunkt. Dabei ist dieses Funktionieren für uns alle temporär, irgendwann erleben wir alle eine mehr oder weniger große Einschränkung. Wir alle fallen früher oder später heraus aus dem Funktionieren.“, so die Ministerin. Für das Individuum bedeute Selbsthilfe vor allem, Experte in eigener Sache zu sein, wenn es um die eigene Erkrankung gehe. Künftig, prophezeit Steffens, wird Selbsthilfe noch eine weitere Rolle zukommen im Rahmen der Inklusion. Sie zitiert den ihrer Meinung nach wichtigsten Satz der UN-Behindertenrechtskonvention, wonach es wichtig sei, „nicht über uns, sondern mit uns“ zu reden.
 
Ministerin Steffens war daher sichtlich beeindruckt von allen eingereichten Projekten. „Die Wahl war sicherlich nicht leicht, denn alle Projekte sind klasse!“, war ihr spontaner Kommentar. Sie war sich sicher: „Alle, die teilgenommen haben, haben gewonnen. Denn sich für etwas zu begeistern und Projekte, wie die eingereichten, zu stemmen, ist bereits ein Gewinn. Glückwunsch an alle Projekte!“
 
Applaus für „Workers Delight“
 
Für Begeisterung sorgte auch die Cover-Band „Workers Delight“ aus Iserlohn, deren Mitglieder das Rahmenprogramm gestalteten und allesamt Musiker mit Handicap sind.
 
Auf www.gkv-selbsthilfefoerderung-nrw.de sind alle eingereichten Projekte, die Preisträger und auch die Preisverleihung fotografisch dokumentiert. Der nächste NRW SelbsthilfePreis wird 2015 ausgerufen und 2016 verliehen.
 

 
Die Preisträger der vier Gewinnerprojekte mit Ministerin Barbara Steffens (2. v.li.), Dr. Martina Niemeyer (3. v.li.) und Dirk Meyer (hinten Mitte)


 v.li. Barbara Steffens, Dr. Martina Niemeyer, Martin Hadder, Dirk Meyer

Fotos: ©Christian Siepmann/RevierA GmbH Essen
 




DPD startet Facebook-Fotoaktion „ICH BIN AKTIV“

Bei dieser Aktion können Menschen mit Diabetes, Experten und Freunde rund um das Thema Diabetes ab sofort auf der Facebook-Seite von Diabetes Programm Deutschland (DPD) ein sportliches Selbstportrait mit dem DPD-Schild posten und so zeigen, dass sie aktiv sind.
 
Als Kommentar können die Teilnehmer einfach einen kurzen Steckbrief mit Vorname, Diabetes-Typ, PLZ des Trainingsortes, Sportart und Anzahl der Trainingsstunden pro Woche angeben. Der Trainingsort wird umgehend auf Facebook auf einer Deutschlandkarte eingetragen. So entsteht ein Bild, wie viele Menschen mit Diabetes in der jeweiligen Region sowie deutschlandweit aktiv sind und die Gesundheitswerte durch Sport verbessern.
 
Das Schild kann für Ihr Foto online heruntergeladen, ausgedruckt und in die Kamera gehalten werden. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.
 
Den Facebook-Link, das DPD-Schild und weitere Informationen finden Sie unter www.diabetes-programm-deutschland.de. Unter allen Teilnehmern werden attraktive Preise verlost. Die Aktion läuft noch bis zum 14. Dezember 2014.

Fotoaktion „ICH BIN AKTIV“
 
(Information DPD)
 




Diabetes-Messe 2014 in Münster

DIABETES MESSE 2014 in Münster

Diabetes und Depression als „gefährliches Duo“

Für das Bundesforschungsministerium sind sie ein „gefährliches Duo“: Zwischen Diabetes und Depression besteht eine unselige Verbindung. „Je nach Studie leiden zehn bis 25 Prozent der Diabetiker unter einer Depression“, erklärt Prof. Peter Zwanzger von der Uniklinik Münster (UKM). Die DIABETES MESSE in Münster, Messe und Congress Centrum Halle Münsterland, geht diesem Zusammenhang auf den Grund, und zwar sowohl auf dem Fachkongress am 14. und 15. März als auch beim Patiententag am Sonntag, 16. März.

Auf dem Patiententag am 16. März 2014  erfahren Interessierte, wie sich ein Burnout, der als ein Stresszustand zu einer Depression führen kann, von einer eigentlichen Depression abgren-zen lässt und welche  Möglichkeiten die Psychotherapie bietet. Hier will Professor Zwanzger mit Klischees aufräumen. So werde eine Depression nicht gleich mit Medikamenten behan-delt. „Beobachten und abwarten“ laute, bei leichteren Fällen, die Devise, auf die eine psychotherapeutische Beratung oder eine umfangreichere Psychotherapie folge. „Ist dennoch eine Behandlung mit Medikamenten notwendig, stehen rund 25 unterschiedliche, gut verträgliche Antidepressiva zur Verfügung“, betont er.

In den Vorträgen der Deutschen Diabetes-Hilfe NRW gibt es Informationen über Wirksamkeit und Therapiesicherheit von Arzneimitteln, die besondere Gefahr des Vorhofflimmerns bei Diabetikern sowie wichtige Informationen für Berufstätige mit Diabetes. Der DDH-M Landesverband bietet in Zusammenarbeit mit der Deutschen Diabetes Stiftung und der Uni-Klinik Münster einen Präventionsparcours mit vielen Gesundheitstests an, darunter auch am Diabetes-Info-Mobil, das die Besucher am Stand der DDH-M erwartet.

Mehr Informationen zur DIABETES MESSE finden Sie unter www.diabetes-messe.com.

(Quelle: Pressemitteilung MCC Halle Münsterland)

Foto: © Peter Grewer
Prof. Dr. Peter Zwanzger




Diabetes Programm Deutschland - Trainingszeitraum verlängert!

Neuigkeiten für Interessenten am Diabetes-Laufprogramm:

Das Training im Jahr 2014 erstreckt sich nun über 9 Monate: Die erste Trainingswoche beginnt bereits am 17. März 2014. Enden wird das Programm am 12. Dezember 2014. In der Vor- und Endphase (17.03.-28.04.2014 sowie 14.09.-12.12.2014) findet das Training einmal wöchentlich statt, in der Hauptphase wird es zwei Trainingseinheiten geben.

Die Online-Anmeldung wird im Februar 2014 starten. Alle bisherigen Teilnehmer werden rechtzeitig mit allen wichtigen Informationen versorgt. Alle Neuigkeiten sind auf der Home-page nachzulesen. Neuinteressenten können unter info@diabetes-programm-deutschland.de weitere Fragen klären und sich für das Diabetes Programm Deutschland (DPD) vormerken lassen.

Informationen: www.diabetes-programm-deutschland.de




Diabetesberatung auf Rädern

Bitte unterstützen Sie unser aktuelles Projekt:

Diabetesberatung auf Rädern

Nähere Informationen finden Sie hier:




EPMA-Kongress 2013 - DDH-M NRW ist international vertreten

P R E S S E M I T T E I L U N G
Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes Landesverband NRW e.V.
 
 
EPMA 2013
 
DDH-M NRW international vertreten
 
Ende September trafen sich in Brüssel die Mitglieder der European Association for Predictive, Preventive and Personalised Medicine (EPMA), um rund um das Thema „Prädiktive, Präventive und Personalisierte Medizin“ Forschungsergebnisse vorzustellen und gezielte Maßnahmen im Hinblick auf das von der Europäischen Kommission geplante Programm zur Personalisierten Medizin „Horizon 2020“ (Start 2014) auf den Weg zu bringen.
 
Auf dem EPMA-Gipfeltreffen am 19. September im Europäischen Parlament wurde die Entwicklung der Bemühungen um eine Konsolidierung der verschiedenen Team Player (Wissenschaftler, Mediziner, Patienten, Vertreter der Europäischen Kommission, Politik und Medien) seit dem letzten EPMA-Kongress vor zwei Jahren vorgestellt.
 
Globaler Aktionsplan der WHO
 
Eine zunehmend älter werdende Gesellschaft mit einer wachsenden Zahl an Erkrankungen führt zu immer mehr steigenden Kosten im Gesundheitswesen. Wie dramatisch die Entwicklung ist, zeigt der Vertreter der Weltgesundheitsorganisation WHO, Prof. Dr. Hiroyasu Iso. 36 Millionen Menschen – das sind 63 Prozent aller Todesfälle – sterben infolge chronischer Erkrankungen. Die WHO hat daher einen globalen Aktionsplan aufgestellt mit dem Ziel, in einem Zeitraum von 10 Jahren (ab 2015) präventive Maßnahmen im Hinblick auf Ernährung, Bewegung, Reduzierung von Alkohol- und Tabakkonsum zu initiieren. Die drei wesentlichen Säulen dieser Maßnahmen sind Vorsorge/Kontrolle, Prävention und Versorgung. Ziel ist es unter anderem, Diabetes und Übergewicht zu reduzieren, eine bessere Blutdrucküberwachung durchzuführen und den Medikamentengebrauch auf den Prüfstand zu stellen. In Japan, so Iso, konnte durch gezielte Präventionsmaßnahmen das Schlaganfallrisiko deutlich gesenkt werden.
 
EU fördert Personalisierte Medizin
 
Die Europäische Union (EU) hat sich bereits in den vergangenen Jahren dieser wachsenden Herausforderungen angenommen. Die für Forschung, Innovation und Wissenschaft zuständige EU-Kommissarin Patricia Reilly macht deutlich, welchen vorrangigen Stellenwert die Personalisierte Medizin dabei einnimmt. Das Wissen um die molekularen und technologischen Mechanismen sowie eine gezielt durchführbare Diagnostik verbessern die Vorhersehbarkeit (Prädiktion) und Prävention von Krankheiten. Die EU beabsichtigt, Forschung und Innovation konsolidiert zu fördern mit dem Ziel der Einführung der Personalisierten Medizin als einem nachhaltigen und ökonomisch effektiven Prozess. Dazu bedarf es der langfristigen Zusammenarbeit von Experten sowie adäquater politischer Regelungen und einen Informationsaustausch zwischen den Vertretern der gesundheitlichen Versorgungssysteme und der politischen Entscheidungsträger, referiert Henri Malosse, Präsident des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses. Ziel ist es, für alle europäischen Bürger soziale Bedingungen zu schaffen, die die Lebensqualität und Versorgungsqualität verbessern sowie die Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen optimieren. EPMA bringt dieses Bestreben, so Malosse, entscheidend voran. Für EPMA-Generalsekretärin Prof. Dr. Olga Golubnitschaja von der Universitätsklinik Bonn steht dabei in erster Linie der Patient als Anwender von im Rahmen Personalisierter Medizin zum Einsatz kommenden Maßnahmen im Fokus dieses Entwicklungsprozesses.
 
DDH-M präsentiert Präventionsarbeit
 
Der Landesverband Nordrhein-Westfalen der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) war durch Martin Hadder und Ursula Breitbach als geladene Gäste und Patientensprecher auf dem EPMA-Meeting vertreten. Sie stellten die Arbeit des Landesverbandes während der letzten beiden Jahre vor und gaben einen Ausblick auf künftige Vorhaben. Gegenstand der Präsentation war neben der Neugründung von DDH-M die Präventionsarbeit im Rahmen der Projekte „Diabetesberatung auf Rädern“ in Kooperation mit diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und „Diabetes in der Schule“ in Kooperation mit dem Deutschen Diabetes-Zentrum, Düsseldorf, und einer Krankenkasse. Im Fokus stand zudem die Beratungs- und Präventionsarbeit mit dem Diabetes-Info-Mobil sowie die von der Dachorganisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe initiierte politische Kampagne „Diabetes stoppen – jetzt!“. Die Vertreter der Selbsthilfe konnten dabei zeigen, wie wichtig für diese Arbeit die Kooperation mit Dach- und Fachverbänden, wissenschaftlichen und sozialen Einrichtungen, Behandlern, Apothekern und Kostenträgern ist.
 
„Horizon 2020“
 
Auf dem EPMA-Kongress am Folgetag stellte Irene Norstedt, Leiterin des Referates für Personalisierte Medizin der Europäischen Kommission, das 2014 startende Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizon 2020“ vor. Mit diesem Programm beabsichtigt die Europäische Kommission, die medizinischen und wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Gesundheitssysteme durch die Förderung wissenschaftlich und technisch notwendiger Maßnahmen im Rahmen der Personalisierten Medizin kosteneffektiver, aber auch zu einem besseren Nutzen für die Patienten lenken zu können.
 
In weiteren Vorträgen wurden spezifische Aspekte Prädiktiver, Präventiver und Personalisierter Medizin zu verschiedenen Krankheitsbildern, aber auch Methodik, Labortechnik, Wirtschaftlichkeit und Ethik näher beleuchtet. Vertreter aus verschiedenen Ländern berichteten über den aktuellen Forschungsstand hinsichtlich des Diabetes Mellitus und seiner Folgeerkrankungen

 
(Weitere Informationen über das EPMA-Gipfeltreffen und den EPMA-Kongress finden Sie unter www.epmanet.eu)
 

 

 
EPMA-Gipfel unter dem Vorsitz von EPMA-Präsident Dr. Vincenzo Costigliola und
Generalsekretärin Prof. Dr. Olga Golubnitschaja


 
WHO-Vertreter Prof. Dr. Hiroyasu Iso


 
EPMA-Präsident Dr. Vincenzo Costigliola und Irene Norstedt, Referatsleiterin
Personalisierte Medizin der EU-Kommission


 
v. li. Dr. Katrin Kraatz (Kirchheim-Verlag), Ursula Breitbach, Martin Hadder (DDH-M
NRW), Prof. Dr. Olga Golubnitschaja (Generalsekretärin EPMA), Dr. Kurt
Krapfenbauer (Vize-Präsident EPMA)

 

Kontakt::
 
DDH-M Landesverband NRW e.V.
Johanniterstr. 45, 47053 Duisburg
Tel.:  0203 608 44-0
Mail: nrw@ddh-m.de




Projekt: Lerntagebuch - RWTH Aachen

Aachener Learning Community 'Innovative IT in der Medikamentenversorgung' - Projekt:  Lerntagebuch

Das Führen von Lerntagebüchern soll helfen, die Praktiken von Patienten besser zu verstehen und so zur Optimierung unseres Konzepts zur Vernetzung der verschiedenen Akteure im Bereich der Medikamentenversorgung beizutragen sowie Patientinnen und Patienten in ihrem Lernprozess zu unterstützen.

Wir suchen Menschen, die bereit wären, ein solches Lerntagebuch zu führen, um so den Prozess des Erwerbs von neuen und notwendigen Kompetenzen im Umgang mit dem Gesundheitssystem im Zusammenhang ihrer Erkrankung zu fördern.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier:   http://www.wi.rwth-aachen.de/lc/lerntagebuch.php

Dr. Kai Reimers
Professor of Information Systems
RWTH Aachen University
School of Business and Economics

Phone: +49 (0)241 40 923-0, direct: -22
Email: reimers@wi.rwth-aachen.de
Web: www.wi.rwth-aachen.de




11. Düsseldorfer Diabetes-Tag am 28. September 2013

 

 
P R E S S E M I T T E I L U N G

11. Düsseldorfer Diabetes-Tag am 28. September 2013,
Handwerkskammer Düsseldorf, Georg-Schulhoff-Platz 1, 40221 Düsseldorf

Patiententag zu Diabetes mellitus mit Vorträgen, Diskussionen und Fachausstellung

Düsseldorf – Der 11. Düsseldorfer Diabetes-Tag des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ), der Diabetologen aus Düsseldorf und der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M)/Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V., bringt Patienten, ihren Angehörigen und Interessierten aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Diabetologie nahe: Mediziner informieren laienverständlich über Therapien, Begleiterkrankungen, Ernährung und Bewegung bei Diabetes. Neben einer Kochschau mit dem Chefkoch Felice L. Altrella aus Düsseldorf und der Diabetesberaterin Anna Schumacher aus Meerbusch steht eine Podiumsdiskussion „Patienten fragen – Experten antworten“ auf dem Programm. Apotheken, Pharmaunternehmen, Verbände und Vereine präsentieren sich in der Handwerkskammer Düsseldorf in einer Fachausstellung. Der Informationstag findet in diesem Jahr am Samstag, den 28. September 2013, von 9.00 bis 14.30 Uhr statt.

Bereits zum elften Mal laden das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ), die Düsseldorfer Diabetes-Ärzte und die Deutsche Diabetes-Hilfe - Menschen mit Diabetes (DDH-M)/Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V., Betroffene, Angehörige und Interessierte zum Düsseldorfer Diabetes-Tag ein. Gastgeber ist wie in den Jahren zuvor die Handwerkskammer Düsseldorf. „Wir möchten auch in diesem Jahr wieder umfassend zum Leben mit Diabetes informieren und neue Entwicklungen darstellen“, sagt Professor Dr. Michael Roden, Direktor der Univ. Klinik für Endokrinologie und Diabetologie, des Instituts für Klinische Diabetologie und Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Deutschen Diabetes-Zentrums, Leibniz Zentrum für Diabetesforschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Leitthema der Veranstaltung ist Ernährung und Bewegung. „Dazu veranstalten wir eine Life-Kochschau mit dem italienischen Chefkoch Felice L. Altrella aus Düsseldorf und der Diabetesberaterin Anna Schumacher aus Meerbusch. Außerdem lernen die Besucher Ansprechpartner der Region persönlich kennen, die ihnen bei Fragen und Problemen direkte Hilfestellung bieten“, ergänzt Lothar Rupprecht von der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M)/Landesverband Nordrhein-Westfalen die Zielsetzung des Patiententags.

In 15 Vorträgen in drei Sälen erhalten die Zuhörer aktuelles Wissen zur Insulin- und Tablettentherapie bei Diabetes. Die Referenten erörtern die Rolle der Ernährung und Maßnahmen bei Unterzuckerungen. Ein Themenschwerpunkt geht auf Gelenkerkrankungen bei Diabetes ein. Geplant sind außerdem aktuelle Beiträge zu Begleiterkrankungen von Augen, Nieren, Herz und Blutdruck. Außerdem werfen Referenten Fragen zur Heilung des Diabetes auf. Die Experten stehen den Besuchern während der Podiumsdiskussion „Patienten fragen – Experten antworten“ für konkrete Fragen zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es unter anderem Angebote zur Blutdruck-, Blutzucker- und Cholesterin-Messung, Fußberatung, einen Schlaganfall-Risikotest und ein Rahmenprogramm für Kinder und Erwachsene. Neben der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M), dem Deutschen Diabetes-Zentrum, Leibniz Zentrum für Diabetesforschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sind auch verschiedene Pharmaunternehmen, Apotheken, Verbände und Vereine sowie unter anderem auch die Handwerksbäcker Düsseldorf und das Sportamt Düsseldorf vor Ort vertreten. Der Eintritt zu sämtlichen Veranstaltungen ist kostenfrei.

Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) fordert im Rahmen der Kampagne „Diabetes STOPPEN – jetzt!“, die Selbsthilfe stärker zu fördern:

Kampagne „Diabetes STOPPEN – jetzt!“ – Forderungen Selbsthilfe

DDH – Menschen mit Diabetes:
www.menschen-mit-diabetes.de

Programm 11. Düsseldorfer Diabetes-Tag

Terminhinweis:

11. Düsseldorfer Diabetes-Tag

Eröffnung: Samstag, 28. September 2013, 9.00 Uhr, Saal 1

Termin: Samstag, 28. September 2013, 9.00 bis 14.30 Uhr

Ort: Handwerkskammer Düsseldorf, Georg-Schulhoff-Platz 1, 40221 Düsseldorf (Bilk)

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HIT-Studie im Deutschen Diabetes Zentrum in Düsseldorf

Untersucht werden sollen die Auswirkungen eines neuartigen Bewegungskonzeptes auf die Insulinwirkung bei Patienten mit Typ-2-Diabetes, Menschen mit erhöhtem Diabetesrisiko und Gesunden. Für die Studie suchen wir übergewichtige Männer (BMI > 25 kg/m²) mit Typ-2-Diabetes und Stoffwechsel-gesunde Männer im Alter von 30-65 Jahren.

Hier erfahren Sie mehr:     HIT-Studie im DDZ in Düsseldorf




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