Aktuelles

Diabetes Helau!

Als vom 8. bis 14. November 2015 in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens im Rahmen der Veranstaltung zum Weltdiabetestag die erste Düsseldorfer Diabeteswoche ausgerufen wurde, hatten die Veranstalter noch ein anderes wichtiges Datum im Auge: den Auftakt der Karnevalssession am 11.11.2015. Oberbürgermeister Thomas Geisel erhielt den weltweit ersten Diabetes-Karnevals-Orden.
 
Nicht nur die Garde der Venetia und die Prinzengarde Blau-Weiß setzten ein Zeichen gegen den Diabetes, auch die bekannte Düsseldorfer Karnevalsfigur „Hoppeditz“ erwähnte die Bedeutung des Diabetes in seiner Eröffnungsrede auf dem Marktplatz. Der Vorstand des Vereins MED+, Forum Gesundheitswirtschaft Düsseldorf, hatte sich als Dankeschön etwas einfallen lassen. Sie verliehen den Karnevalisten eine ganz besondere Auszeichnung: den Diabetes-Karnevals-Orden. Auch Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel unterstützte die Aktion. Ihm wurde der erste Diabetes-Karnevals-Orden überreicht. Diese Aktion hatte damit einen ganz besonderen Multiplikatoren-Effekt für die Aufklärung über Diabetes.
 
Eine weitere Aktion im Rahmen der Veranstaltungswoche war eine Aufklärungsmaßnahme im Düsseldorfer Lessing-Gymnasium, die sich unter anderem Prof. Dr. Ingo Froböse, Deutsche Sporthochschule Köln, zum Ziel gesetzt hatte. Er sprach vor Schülern eines Leistungskurses Sport zum Thema „Muskeln machen nicht nur schön“ über die Reaktion des Körpers auf veränderte Insulinspiegel, und wie man Diabetes mit Bewegung vorbeugen kann.
 
Insgesamt zeigte die Düsseldorfer Diabeteswoche, dass Gesundheitsvorsorge viel Aktion freisetzen und, wie das Beispiel Karneval zeigte, auch „Spaß an der Freud‘“ vermitteln kann. ub
 
Foto:
OB Thomas Geisel mit Diabetes-Karnevals-Orden. Foto: Stefan Dorn

 
 




Aktion M. w. M.

Mitglieder werben Mitglieder!

Machen auch Sie mit! Bewegen Sie Menschen mit Diabetes, Angehörige und Interessierte, Mitglied im Landesverband NRW der DDH-M zu werden! Denn nur in einem mitgliederstarken Interessenverband können die berechtigten Ansprüche aller Diabetiker auch künftig erfolgreich eingefordert werden.

Pro geworbenem Neumitglied erhalten Sie 10,00 Euro als Bonus. Zudem nehmen Sie an einer Tombola teil, bei der es wertvolle Preise zu gewinnen gibt.

Aufnahmeantrag




Insulin degludec (Tresiba®) wird Ende September vom Markt genommen

Laut Pressemeldung des Herstellers Novo Nordisk wird Ende September das Basalinsulin degludec, das unter dem Namen Tresiba® bekannt ist, vom deutschen Markt genommen, weil in den Preisverhandlungen keine Einigung erzielt werden konnte. Das Medikament ist ab Oktober in Deutschland nicht mehr verordnungsfähig und nur noch über internationale Apotheken erhältlich.
 
Die Diabetesorganisationen äußerten bereits ihr Unverständnis über diese Nachricht, vor allem auch, weil „die Vertriebseinstellung (…)  nicht aus medizinischen, sondern allein aus Kostengründen“ erfolgt ist, so Prof. Dr. med. Baptist Gallwitz, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Betroffen sind 40.000 Diabetiker, die nun auf ein anderes langwirksames Insulin eingestellt werden müssen und damit auch gezwungen werden, ihre Diabetestherapie umzustellen.
 
Die Fachleute von DDG und diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe raten allen hiervon Betroffenen, in der Umstellungsphase häufiger ihren Blutzucker zu messen, um Unterzuckerungen zu vermeiden. Um die Therapieumstellung rechtzeitig planen zu können, sollten die Betroffenen ihren Arzt bereits in den nächsten Wochen aufsuchen und das weitere Procedere der Behandlung besprechen.
 
Mehr erfahren Sie hier:

   Pressemitteilung DDG




Erste Diabetes-Registerkonferenz in Berlin

Diabetes-Epidemiologen und -Experten treffen Vertreter von BMG und RKI
 
Mit dem Entwurf für ein Bundespräventionsgesetz und der Entschließung zur Umsetzung eines Nationalen Diabetesplans seitens des Bundesrates sind im Jahr 2014 grundlegende politische Weichen gestellt und Signale gesetzt worden für die Optimierung von Prävention und Versorgung der „Volkskrankheit Diabetes mellitus Typ 2“. Für eine politisch noch zu konsentierende nationale Diabetes-Strategie ist ein konzertiertes Handeln der verschiedenen Sektoren, Ebenen und aller Beteiligten sowie die Koordinierung seitens des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) der entscheidende Erfolgsfaktor. Unabhängig davon räumen Gesundheitsministerium und Robert-Koch-Institut (RKI) derzeit einer indikatorengestützten Diabetes-Überwachung mit regelmäßiger Berichterstattung höchste Priorität ein. Im Rahmen einer Diabetes-Registerkonferenz trafen sich erstmals Initiatoren von fünfzehn regionalen und überregionalen Diabetesregistern und Diabetes-Datenbanken mit Vertretern des BMG, des RKI und der Kostenträger, um auszuloten, wie eine intelligente Nutzung der vorhandenen Daten für eine Diabetes-Überwachung sowie eine sinnvolle Datenzusammenführung realisiert werden könnte.
 
(Quelle: Pressemitteilung DDG und diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe)
 




Vorstandswahl in NRW

Neues Team nimmt Vorstandsarbeit auf
 
Auf der Landesversammlung des DDH-M Landesverbandes NRW e.V. wurden am 25. April 2015 turnusgemäß ein neuer Vorstand und die Bundesdelegierten gewählt. Um den Vorstand in seinen Aufgaben künftig etwas mehr zu entlasten, wurden darüber hinaus Beisitzer und Ansprechpartner für besondere Aufgaben benannt.
 
Nach 24 Jahren ehrenamtlichen Engagements als Landesvorsitzender stellte Martin Hadder sich nicht mehr für dieses Amt zur Verfügung. Unter seiner Leitung gewann der Landesverband kontinuierlich an Größe und wurde zu einem ernst zu nehmenden Selbsthilfe-Verband auf Augenhöhe mit Vertretern von Fachverbänden und Politik in NRW und darüber hinaus. Auch die Stellvertreter Malte Thoennißen und Hans-Dieter Willerscheidt sowie Schatzmeister Joachim Riener gaben ihre Ämter auf, um als Beisitzer für besondere Aufgaben in die zweite Reihe zu treten.
 
Kontinuität und Teamgeist
 
Der scheidende Landesvorstand hatte sich, wie alle Vorstandsmitglieder beteuerten, vor allem durch ein gutes Miteinander und „Teamgeist“ ausgezeichnet. Nur so war es möglich, den Neu-Aufbau nach dem Verbandswechsel zu DDH-M ohne größeren Schaden zu meistern. Schriftführerin Ursula Breitbach (Köln) war es – wie auch den Delegierten – daher wichtig, Kooperationspartnern, Fachverbänden und der Dachorganisation gegenüber ein Signal zu setzen: Kontinuität in der Zielsetzung und Arbeit des Landesverbandes. So kandidierte sie für den Landesvorsitz und wurde mit einer überzeugenden Mehrheit gewählt. Für weitere Kontinuität sorgt zudem, dass Martin Hadder (Raesfeld), dem Wunsch der Delegierten folgend, kandidierte und mit großer Mehrheit zum 1. Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde, somit also dem Landesvorstand erhalten bleibt. Darüber hinaus steht er dem Landesverband weiterhin als Geschäftsführer zur Verfügung.
 
Neu im Vorstand ist Hansgünter Bischoff (Recklinghausen) als 2. Stellvertretender Vorsitzender. Er möchte sich in erster Linie um die Entwicklung der Selbsthilfearbeit in den Bezirksverbänden kümmern. Neue Schatzmeisterin ist Petra Hederich (Odenthal), die mit ihrem neuen Arbeitsfeld auch beruflich vertraut ist. Zum Schriftführer wurde Gregor Poertgen (Münster) gewählt.
 
Die neue Landesvorsitzende blickte nach der Wahl optimistisch auf eine gute Zusammenarbeit mit dem entsprechenden Teamgeist im neuen Vorstand.
 
Arbeitsteilung
 
Um den Vorstand bei seinen zahlreichen Aufgaben ein wenig zu entlasten, meldeten sich auch ehrenamtliche Mitarbeiter unter den Delegierten, die bereit sind, besondere Aufgaben zu übernehmen, sei es als Beisitzer, Ansprechpartner oder später auch als Arbeitskreisleiter.
 
Im Mittelpunkt des Wirkens stehen im Landesverband jedoch immer die Mitglieder. So würde sich der neue Vorstand wünschen, dass noch mehr engagierte Ehrenamtler den Weg in den Verband finden, um sich mit Ihren Ambitionen unterstützend einzubringen. Informationen dazu erhalten Sie über die Landesgeschäftsstelle, Tel. 0203 – 608 44-0 oder per Mail: nrw@ddh-m.de.
 




Einladung zum Theater-Workshop

Schauspieler und Impro-Künstler Michael Becker, selbst Typ-1-Diabetiker, lädt Sie ein zu einem Theater-Workshop für Menschen mit Diabetes (Region Ruhrgebiet), in dem mit viel Spaß die Facetten des „Diabetikerlebens“ gemeinschaftlich, spielerisch und motivierend beleuchtet werden. Vorerfahrungen im Bereich Theater sind nicht erforderlich!
 
Bei Interesse: Infos über M.becker-dortmund@t-online.de
 
Hier erfahren Sie mehr über Michael Becker, sein Leben mit Diabetes und seine Ambitionen




Sport gegen Diabetes - Probandensuche

SPORT GEGEN DIABETES
Probandensuche 

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen einer Studie des Instituts für Kreislaufforschung und Sportmedizin Abt. II der Deutschen Sporthochschule Köln werden männliche Probanden im Alter von 50 bis 90 Jahren mit einem BMI zwischen 25-30, und diagnostiziertem nicht-insulinpflichtigem Typ-2-Diabetes (ohne bekannte schwere kardiovaskuläre Komplikationen) gesucht.

Die Teilnehmer müssen im Feb/März 2015 für fünf Untersuchungstermine an die Deutsche Sporthochschule kommen. Hier soll neben verschiedenen Untersuchungen wie dem Ruhe-EKG, oder der Messung Diabetes-spezifischer Blutparameter, ein Ergometer-Stufentest durchgeführt werden. Hauptaugenmerk der Untersuchung sind die Auswirkungen einer Trainingsmethode während körperlicher Aktivität (Fahrrad-Ergometer). Die Durchführung der Untersuchung ist ohne beschriebene Risiken und wird zusätzlich unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt.
Alle Probanden erhalten für die Teilnahme an der Studie eine kostenlose Gesundheits- und Leistungsdiagnostik

Einzige Einschlusskriterien sind ein diagnostizierter nicht-insulinpflichtiger Typ-2-Diabetes, die Mobilität für den eigenständigen Weg zur Sporthochschule und zurück sowie einen für die Untersuchungen entsprechenden Gesundheitszustand. Hieraus ergeben sich folgende Ausschlusskriterien der Studie:

  • einem akuten Koronarsyndrom,
  • einer mittel- bis höhergradigen eingeschränkten systolischen Herzfunktion,
  • eine aortenkoronaren Bypass-Operation ≤ 6 Monate,
  • Vorhofflimmern oder therapierelevante ventrikuläre Herzrhythmusstörungen,
  • eine klinisch limitierende pAVK (Stadium ≥ IIa n. Fortaine),
  • eine bestehende hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie,
  • eine nicht eingestellte arterielle Hypertonie,
  • hämodynamisch relevante Herzklappenfehler,
  • eine (Peri-) Myokarditis
  • sowie eine Lungenembolie innerhalb der letzten 6 Monate.
  • Ebenso zum Ausschluss der Studie führen limitierende orthopädische Begleiterkrankungen, konsumierende und interkurrente Erkrankungen, eine Niereninsuffizienz, eine Anämie, COPD, Alkohol- und Drogenmissbrauch und weitere bösartige Grunderkrankungen (z.B. Infektionen, Krebs).

Für weitere Fragen oder Kontaktmöglichkeiten stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zu Verfügung:
R.Hermann@dshs-koeln.de

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Christian Brinkmann und Robin Hermann
 




Therapie-Probleme durch Lipohypertrophien

Laut einer Studie (Blanco M et al., Diabetes & Metabolism 2014) wurden bei 64,4 % von 430 Diabetikern mit Insulintherapie Verhärtungen des Unterhautfettgewebes, so genannte Lipohypertrophien, festgestellt. Dabei bestand ein enger Zusammenhang mit dem Spritzen in die immer gleichen Spritzstellen. Von den Diabetikern, die regelmäßig die Injektionsstellen wechselten, wiesen nur 5 % Lipohypertrophien auf, bei den nicht wechselnden Diabetikern waren es 98 %.
 
Auch die Kanülenverwendung spielte eine Rolle: Wer eine Kanüle mehr als 5 Mal benutzte, entwickelte häufiger Lipohypertrophien. Bei den Diabetikern mit diesen Veränderungen des Unterhautfettgewebes schwankten die Blutzuckerwerte deutlich stärker als bei denen ohne die Fettgewebsveränderungen. Auch der tägliche Insulinbedarf war mit 56 Einheiten im Vergleich zu 41 Einheiten größer bei den Patienten, bei denen Lipohypertrophien vorlagen.
 
Die Wissenschaftler kommen in der Studie zu dem Schluss, dass Patienten ihre Injektionsstellen regelmäßig wechseln sollten, um Lipohypertrophien vorzubeugen bzw. zu vermeiden. Weitere positive Effekte wären eine Reduzierung nachfolgender Unterzuckerungen, des Insulinverbrauchs und der dadurch entstehenden Kosten im Gesundheitswesen.
 




DDG kritisiert G-BA-Entscheid gegen Diabetes-Medikament

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), das Diabetesmedikament Canagliflozin nicht von den Krankenkassen erstatten zu lassen, scharf kritisiert.
 
Der G-BA verhindere durch seine Entscheidung die Einführung einer neuen Gruppe von effektiven und sicheren Wirkstoffen, die für die Versorgung von Menschen mit Typ-2-Diabetes benötigt werden, erklärte DDG Präsident Privatdozent Dr. med. Erhard Siegel. Auf Grund des Beschlusses wird der Vertrieb des Medikamentes in Deutschland eingestellt.
 
Canagliflozin ist nach Dapagliflozin der zweite Wirkstoff aus der Gruppe der SGLT-2-Hemmer („Gliflozine“), die den Blutzucker senken, indem sie die Ausscheidung von Zucker über die Nieren fördern. Das Medikament kommt insbesondere für Patienten infrage, die mit anderen Mitteln keine ausreichende Blutzuckersenkung erzielen und den Einsatz von Insulin vermeiden wollen. Bei diesen Patienten könne, so Prof. Dr. med. Dirk Müller-Wieland, Mediensprecher der DDG, mit SGLT-2-Hemmern eine deutliche Senkung des Blutzuckerlangzeitwertes HbA1c erreicht werden. SGLT-2-Hemmer senken nicht nur den Blutzucker, es kommt auch zu einem leichten Rückgang von Blutdruck und Körpergewicht.
 
Der G-BA stützt sich in seiner Entscheidung auf ein Gutachten des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), das nach Ansicht der DDG schwere Mängel aufweist. So hatte das IQWiG eine zentrale Zulassungsstudie aus methodischen Gründen nicht berücksichtigt. Die DDG befürchtet, dass die vom G-BA getroffenen Entscheidungen zum Zusatznutzen neuer Medikamente in der Behandlung des Typ-2 Diabetes künftig die Entwicklung von Monopolstellungen einzelner Substanzen fördern könnten. „Daran kann dem G-BA nicht gelegen sein“, meint Siegel.
 
(Pressemitteilung der DDG)
 




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