Aktuelles

Kampagnenstart „Herzenssache Lebenszeit“

Am 3. Mai 2019 startete mit einem Pressegespräch in Bochum die bundesweite Kampagne „Herzenssache Lebenszeit“. Zwei rote Aufklärungsbusse von Boehringer Ingelheim fahren künftig 100 Städte an und wollen über das Risiko von Herzerkrankungen aufklären. Im Diabetes-Info-Mobil des DDH-M Landesverbandes NRW e.V. konnten sich Interessierte auch auf ihr Diabetesrisiko testen lassen.
 
Die Kampagne begleitet die in Vorbereitung befindliche Gründung eines Kardio-Diabetes-Netzes in NRW. Ärzte – Hausärzte, Diabetologen und Kardiologen – sollen künftig eingehender kooperieren und das Risiko für Herzerkrankungen bei Diabetikern entsprechend therapeutisch begleiten. So ist es auch in den aktuellen Typ-2-Leitlinien vorgeschrieben.
 
Risiken ernst nehmen
 
Moderator Prof. Dr. Christoph Hanefeld (Klinikum Bochum) wies auf die enorme Häufigkeit von Diabeteserkrankungen, Schlaganfall und Herzschwäche hin. Folgeerkrankungen verursachen im Gesundheitssystem hohe Kosten. Die Diabetes-Dunkelziffer ist hoch. MdB Dietrich Monstadt, Schirmherr der Kampagne, vertiefte in seinem Grußwort die Zahlen und warnte vor dem vorhersehbaren „Diabetes-Tsunami“. Der Politiker wünschte sich eine umfangreichere Vermittlung von Diabeteskenntnissen in der Ärzteausbildung und eine Aufstockung der entsprechenden Lehrstühle. Prävention sollte eine größere Bedeutung erhalten und die Nationale Diabetesstrategie zügig umgesetzt werden. Auch eine Nationale Adipositasstrategie wäre drängend. Monstadt befürwortete zudem eine Zuckersteuer.
 
In der Expertenrunde wurde verdeutlicht, dass Diabetespatienten oft viel zu spät erkannt werden und generell ein erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall haben. PD Dr. Christos Krogias (Stroke Unit, St. Josef-Hospital Bochum) wies auf ein doppelt erhöhtes Schlaganfallrisiko hin. Dr. Michael Brinkmeier gab praktische Tipps zum Schlaganfalltest, damit Laien mögliche Schlaganfälle bei ihren Mitmenschen erkennen können, denn alle 12 Minuten geschieht ein Schlaganfall, alle 19 Minuten ein Herzinfarkt.
 
Sprechende Medizin stärken
 
Prof. Dr. Rüdiger Landgraf (Deutsche Diabetes Stiftung) und Dr. Juris Meier (Diabeteszentrum Bochum-Hattingen) verwiesen auf die vorhandene moderne Diabetesmedikation mit einer sehr guten Wirkweise auf die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität. Dies sei jedoch noch nicht ausreichend zu den Kardiologen durchgedrungen. Hier bedürfe es dringend einer interdisziplinären Herangehensweise. Die fehle vor allem in den Kliniken, so Dr. Hanefeld.
 
Prof. Landgraf forderte auch, den Check-up 35 häufiger als vorgeschrieben durchzuführen. Monstadt sprach sich bei dieser Untersuchung zudem für eine routinemäßige Bestimmung des HbA1c-Wertes aus. Ein Schlüssel für die Therapietreue sei in der Diabetologie jedoch die sprechende Medizin, betonte Prof. Landgraf. Dies werde seiner Meinung nach viel zu wenig thematisiert, auch unter Kollegen. ub
 




Eine Ära voller Taten und Erfolge für die Diabetes-Selbsthilfe

Mit dem Ausscheiden von Martin Hadder aus dem DDH-M Landesvorstand NRW am 13. April 2019 endete nach 29 Jahren, von denen er 26 Jahre den Vorsitz bekleidete, eine Ära. Vorstandskollegin Ursula Breitbach zeichnete auf der Landesversammlung seinen Weg in der Diabetes-Selbsthilfe nach.
 
Martin Hadder wurde 1990 stellvertretender Landesvorsitzender und schon ein Jahr später Vorsitzender des Landesverbandes NRW, der damals zum Deutschen Diabetiker Bund (DDB) gehörte. Kurz darauf gründete er den „Wissenschaftlichen Beirat“, der noch heute unter dem Namen „Fachbeirat“ die Arbeit der Ehrenamtler im Vorstand mit Fachwissen unterstützt.
 
Diabetesversorgung stets im Blick
 
Besonders wichtig für Martin Hadder war es, etwas für die Versorgung der Menschen mit Diabetes zu erreichen, auch auf politischer Ebene. So sprach er 1992 im Bundesgesundheitsministerium vor, um die Vermeidung von Mehrfachuntersuchungen bei Chronikern voranzutreiben. Als man nicht reagierte, rief er die „Medizinische Befundmappe“ ins Leben, die jedem Mitglied zuteilwurde. Für den größten DDB-Landesverband begleitete Martin Hadder im gleichen Jahr Vertreter der Deutschen Diabetes-Union unter ihrem Vorsitzenden Heinz Jäger zu einem Gespräch mit dem damaligen Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer. Es sollte eine Ausnahme von der Zuzahlungsregelung für Teststreifen zur Selbstkontrolle bei Diabetikern erwirkt werden, was von Erfolg gekrönt war und wovon heute noch rd. 2 Mio. Betroffene profitieren. Mit dem Wissenschaftlichen Beirat erarbeitete er zudem eine Orientierungshilfe für Hausärzte über den Umfang von Teststreifen zur Selbstkontrolle, die bis in die Teststreifen-Verordnung der Kassenärztlichen Vereinigungen fortwirkte.
 
1997 startete der Landesvorsitzende erstmals einen Versuch zur Gründung einer Diabetes-Initiative, die alle an der Diabetesversorgung beteiligten Berufsgruppen an einen Tisch bringen sollte. Die Zeit schien noch nicht reif dafür. Erst 2012 wurde dieser Wunsch mit der Gründung der „Regionalen Initiative Diabetes NRW“ Wirklichkeit.
 
Zwecks besserer Öffentlichkeitsarbeit regte Martin Hadder eine Kooperation mit dem Kirchheim Verlag an. 1998 erschien die DDB-Mitgliederzeitschrift „subkutan“ erstmals in professioneller Aufmachung. Nach der Gründung von DDH-M initiierte er federführend die Mitgliederinformationen „DDH-M aktuell“ und „DIABETIKA – Neues von uns“.
 
Nachhaltige Projektarbeit
 
Gemeinsam mit seinem damaligen Vorstandskollegen Wolfgang Stemmer stieß Martin Hadder im Jahr 2000 das Pilot-Projekt „Prophylaxe am Fuß des Diabetikers“ an, das noch vor der staatlichen Ausbildung der Podologen medizinische Fußpfleger theoretisch und praktisch für die Arbeit an Diabetikerfüßen fortbildete. 2009 folgte das Projekt „Coping-Schulung“ in Kooperation mit dem Elisabeth Krankenhaus, Essen.
 
Nach der Gründung der DDH-M 2012 nutzte Martin Hadder den Neustart auch für die Arbeit des Landesverbandes. Federführend initiierte er mit verschiedenen Kooperationspartnern nachhaltige Projekte wie beispielsweise „Diabetesberatung auf Rädern“ (DBaR) und „Diabetes in der Schule“ (DidS). 2014 nahm er von der damaligen Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens für das DidS-Projekt den „SelbsthilfePreis NRW“ entgegen.
 
Diabetes-Info-Mobil, DMPs und Demo
 
Zwölf Jahre zuvor (2002) begann mit dem Diabetes-Info-Mobil eine Erfolgsstory in der Präventionsarbeit, die bis heute einmalig ist. Durch Screening-Aktionen und das DBaR-Projekt  mit dem Mobil wurde deutlich, dass eine hohe Dunkelziffer an Diabetikern existiert. Im Jahr darauf verfasste Martin Hadder eine Stellungnahme zum Disease Management Programm (DMP) und schrieb an die damalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt eine Protestnote, die wesentlich zu einer Änderung der DMP-Gesetzgebung führte.
 
Auch 2006 kam es zu einer Protestaktion, weil das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sich gegen die Verordnung der Insulin-Analoga für Typ-2-Diabetiker aussprach. Der NRW-Landesverband organisierte die Demo in Köln für den DDB-Bundesverband. Im Ergebnis bewegten sich Industrie und Verhandlungspartner, so dass die Verordnung im Rahmen von Rabattverträgen wieder möglich war.
 
Politische Arbeit
 
Auch international empfahl sich der Landesverband NRW und war so als einziger Selbsthilfeverband auf der „European Association for Predictive, Preventive an Personalised Medicine“ (EPMA) und der PerMediCon, Kongressen für Personalisierte Medizin, vertreten.
 
Nach der Gründung von DDH-M ging es auch vor Ort politisch nachhaltig voran. Im Landtag NRW starteten erstmals Parlamentarische Frühstücksdialoge und Informationstage zum Thema Diabetes, bei denen sich der Landesverband zusammen mit seinen Kooperationspartnern einbrachte. Stellvertretend für den Bundesverband und im Namen des Landesverbandes NRW nahm Martin Hadder zudem an der Task Force Diabetologie 2025 teil, an deren politischem Positionspapier er für die Diabetes-Selbsthilfe mitwirkte.
 
Mit Diplomatie und Hartnäckigkeit
 
Als kritischer Querdenker, mit Leidenschaft, Fairness und einer großen Portion Diplomatie setzte Martin Hadder seine Ideen und Vorhaben mit Besonnenheit und einer gewissen Hartnäckigkeit in die Tat um. Er tat dies jedoch stets in Abstimmung und Absprache mit den Vorstandskollegen, Kooperationspartnern und allen jeweils Beteiligten. Ein Beispiel aus jüngster Zeit ist die interaktive und interdisziplinäre Fortbildungs- und Informationsveranstaltung „DIABETIKA 2018“, deren Planung bis hin zur erfolgreichen Umsetzung er über Jahre verfolgt hat.
 
Für seine Verdienste in der Diabetes-Selbsthilfe geehrt wurde Martin Hadder 2008 mit der Katsch-Medaille von der Deutschen Diabetes Gesellschaft und 2018 mit der Auszeichnung „Mitglied des Jahres“ von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. ub
 
 




Neuer Vorstand einvernehmlich gewählt

Der Landesvorstand des DDH-M NRW hatte am 12. und 13. April 2019 zu einer Landesversammlung und Fortbildungen nach Lünen eingeladen. Es standen nach vier Jahren turnusgemäß Vorstandswahlen an. Der Vorsitzende Martin Hadder und Schatzmeisterin Petra Hederich kandidierten nicht mehr für ihre Ämter. Brigitte Papayannakis hatte sich bereits vor einiger Zeit aus dem Vorstand zurückgezogen.
 
Zwei begehrte Fortbildungsthemen begleiteten die Versammlung. Zum einen ging es um die Diabetiker und ihre Füße, hier vor allem um Vorbeugung und Therapiemöglichkeiten. Referentin Anne Przijbijlski, Fachkrankenschwester, Wundexpertin und Pflegetherapeutin Wunde ICW im Klinikum Osnabrück, hatte die Delegierten durch den von ihr konzipierten Flyer schon im Vorfeld auf dieses Thema neugierig gemacht. Der Vortrag fand somit großen Anklang. Zum anderen ging es um Diabetes und Vorsorge, hier vor allem um die Vermeidung von Folgeerkrankungen. Dieses Thema trug Norbert Kuster vor, der nicht nur als Typ-1-Diabetiker und Beisitzer den Vorstand bisher unterstützt hat, sondern sich auch beruflich als Diabetesberater auf diesem Gebiet auskennt.
 
Erfolgreiche Arbeit
 
Vor der Wahl des neuen Landesvorstandes berichtete Martin Hadder über die Arbeit des Verbandes im vergangenen Jahr. Nach dem erfolgreichen Start der Veranstaltung „DIABETIKA 2018“ hat der Vorstand die Vorbereitungen für die Folgeveranstaltung „DIABETIKA 2020“, die am 25. April 2020 in Düsseldorf stattfinden wird, in Abstimmung mit dem wissenschaftlichen Organisationsteam um den Diabetologen Dr. Hansjörg Mühlen auf professionellere Füße gestellt. Die Delegierten wurden zudem über die mit der neuen Mitgliederinformation „DIABETIKA – Neues von uns“, im Titel angelehnt an die erfolgreiche Veranstaltung, verbundenen notwendigen Aktualisierungen z.B. in Info-Flyern unterrichtet. Auch der neue Flyer zur Interessenvertretung wurde vorgestellt.
 
Ausblick
 
In die Zukunft blickend drückte Martin Hadder seine Hoffnung aus, dass der in Kooperation mit dem Landesgesundheitsprojekte e.V. seit einiger Zeit in Vorbereitung befindliche Patienten-Politik-Dialog mit den Sprechern der gesundheitspolitischen Fraktionen im Landtag stattfinden und auch etwas bewirken wird. Zwei Themen sind hierfür inhaltlich in der engeren Wahl: Kinder mit Diabetes und Pflege. Um die Präventionsarbeit des Verbandes kontinuierlich fortsetzen zu können, hat der Verband ein neues Fahrzeug als Diabetes-Info-Mobil angeschafft.
 
Dank und Abschiedstränen
 
Mit Dank und einem Frühlingsblumenstrauß verabschiedeten die Delegierten Petra Hederich, die als versierte Fachfrau den Vorstand in der letzten Amtsperiode als Schatzmeisterin bereichert hat. Petra Hederich wird, wenn es ihre Zeit erlaubt, auch künftig ehrenamtlich mitwirken und ihre Nachfolgerin gerne einarbeiten.
 
Ein paar versteckte Tränen im Plenum und bei den Vorstandskollegen flossen bei der Verabschiedung von Martin Hadder, mit der eine Ära endete, in der der Landesverband NRW sich kontinuierlich in der Diabetes-Selbsthilfe-Gemeinschaft einen Namen gemacht und viele sachliche Themenfelder beackert hat. Das wird über die Grenzen des Landesverbandes hinaus Respekt und Bestand haben, sind sich die Mitstreiter sicher. Die gute Nachricht war, dass Martin Hadder sich als Beisitzer des Vorstandes und der Geschäftsführung auch weiterhin gerne engagieren möchte.
 
Das neue Team
 
Die wenigen Kandidaten, die sich zur Wahl stellten, wurden einvernehmlich mit nur den eigenen Enthaltungen gewählt:
 
Norbert Kuster (Bocholt), Landesvorsitzender
Hansgünter Bischoff (Recklinghausen), 1. Stellvertretender Vorsitzender
Ute Jüngling (Dortmund), 2. Stellvertretende Vorsitzende
Birgit Dangela (Aachen), Schatzmeisterin
Ursula Breitbach (Köln), Schriftführerin
 
Birgit Dangela war am Wahltag verhindert und hatte ihre Kandidatur schriftlich eingereicht. Wiedergewählt wurden der 1. Stellvertretende Vorsitzende und die Schriftführerin. ub
 

 
 



Psychotherapie – die andere Selbsthilfe

Fachtagung der Psychotherapeuten
 
Gerd Höhner, Präsident der Psychotherapeutenkammer (PTK) NRW, begrüßte Ende Oktober 2018 in Düsseldorf Mitglieder der Kammer zu einem Fachtag über die Aspekte einer speziellen Psychotherapie bei Diabetes. Das politische Grußwort hielt Dr. Ralf Brauksiepe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Patienten und Patientinnen. Im Ergebnis der Tagung wurde deutlich, dass Diabetes-Patienten Fachtherapeuten benötigen, die sich mit der chronischen Erkrankung umfassend auskennen.
 
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Kooperation mit Fitnessstudio in Dortmund

Die Diabetes-Selbsthilfe Dortmund, geleitet von der Bezirksvorsitzenden Ute Jüngling, und das Fitnessstudio dannyfit – Trainings-Lounge am Phoenix See in Dortmund – haben eine Kooperation, damit Menschen mit Diabetes fit bleiben und sich, kompetent unterstützt, bewegen.
 
Für Diabetiker ist die körperliche Aktivität eine wichtige Säule der Therapie. Durch regelmäßigen Sport verbessern sich Blutdruck-, Blutfett- und Blutzuckerwerte. Das Gewicht kann reduziert und der HbA1c auf Dauer gesenkt werden. Diese Philosophie vertritt auch dannyfit. Menschen mit Diabetes, Arthrose, Bluthochdruck, Adipositas und Osteoporose erhalten dort das Angebot, durch das richtige Training, eine Verbesserung ihrer Lebensqualität zu erreichen und dadurch gegebenenfalls auch ihre Medikamente reduzieren zu können.
 
Diplom Trainer für Medizinische Fitness, Danilo Davia, ist für die entsprechenden Trainingsprogramme adäquat aus- und weitergebildet. In der Trainings-Lounge findet man neben einem freundlichen Ambiente mit Ausblick auf den Phoenix See auch für jeden Interessenten und Trainingswilligen eine individuelle Beratung. Zudem macht das Training in einer tollen Gemeinschaft mehr Spaß, ist Ute Jüngling überzeugt.
 
Für DDH-M Mitglieder gibt es zum Kennenlernen einen Rabatt. Zudem werden Yoga, Qi-Gong, Pilates und Tai Chi angeboten. Das Studio liegt in der Phoenixseestraße 16, 44263 Dortmund. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.dannyfit.de.
 
 




Diabetes und schulische Benachteiligung

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Jugendliche,

wir sind Studierende der Universität Leipzig und führen im Rahmen unseres Studiums der Sonderpädagogik zur Zeit ein Forschungsprojekt durch, um herauszufinden, ob bzw. auf welche Art
Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Diabetes Erfahrungen mit schulischer Diskriminierung und Benachteiligung machen bzw. gemacht haben.

Hierfür haben wir eine Online-Umfrage erstellt, die alle Menschen mit Diabetes im Alter von 12-99 Jahren durchführen dürfen. Das Ausfüllen dauert ca. 10- 20 min. Jüngere Schüler*innen dürfen
natürlich gerne bei ihren Eltern nachfragen!

Wir bitten Euch/Sie hiermit ganz herzlich um Eure/Ihre Unterstützung! Hier ist der Link zur Umfrage:

https://www.umfrageonline.com/s/956ec30

Bei Unklarheiten und Nachfragen, könnt ihr euch/können Sie sich gerne unter folgender Mailadresse melden: Lea.gabsa@posteo.de

Vielen lieben Dank und freundliche Grüße,

Silvio Reich und Lea Gabsa




Kick-Off für Kardio-Diabetes Netz Rhein-Ruhr

Am 26. September 2018 trafen sich im Institut Arbeit und Technik (IAT) in Gelsenkirchen unter der Moderation des Wissenschaftlers und Initiators Stephan von Bandemer (IAT) Vertreter aus den Bereichen Versorgungsforschung, Kardiologie, Digitales Gesundheitsmanagement und Diabetes-Selbsthilfe (DDH-M Landesverband NRW e.V.) mit dem Ziel, in der Rhein-Ruhr-Region ein Kardio-Diabetes Netz auf den Weg zu bringen.
 
Neue Versorgungsleitlinien
 
Als Folgeerkrankung und damit Nebendiagnose beim Diabetes-Patienten wurden kardiologische Erkrankungen bisher weit unterschätzt. Dabei gehören kardiologische Ereignisse beim Diabetiker zu den häufigsten Folgeerkrankungen. Umgekehrt ist Diabetes bei kardiologischen Patienten die häufigste Nebendiagnose. Umso mehr verwundert es, dass diese Erkenntnis sich bisher nicht in den Nationalen Versorgungsleitlinien zum Diabetes wiederfindet. Dies ändert sich nun. Im Oktober wurden in Berlin neue Versorgungsleitlinien (ADA/EASD) vorgestellt, die so angelegt sind, dass eine differenzierte Therapie der Diabetes-Patienten von dem kardiologischen Status und weiteren Risikofaktoren der Betroffenen abhängt.
 
Versorgungsrealität verbessern
 
Um Patienten jedoch therapeutisch entsprechend begleiten und betreuen zu können, bedarf es abgestimmter Therapieansätze, die spezielle Voraussetzungen benötigen und sich im bestehenden Versorgungssystem zurzeit noch nicht so einfach umsetzen lassen. So sollten etwa verschiedene Fachbereiche der Medizin noch enger zusammenarbeiten, zeitlich und räumlich lange Therapiewege vermieden werden und die Möglichkeiten der Kostenerstattung über die Krankenkassen vorab geklärt werden.
 
Lösungsansätze erarbeitet
 
Im Rahmen des Workshops wurde über mögliche Lösungsansätze diskutiert. So können beispielsweise digitale Managementsysteme wie telemedizinisches Monitoring und Coaching therapeutische Ansätze unterstützen oder Patienten-Hotlines bei der Terminvermittlung eine zeitnahe Versorgung voranbringen. Im Austausch mit weiteren Kooperationspartnern aus Versorgung und Gesundheitsmanagement sowie den Kardio-Diabetes Netzen, wie sie in Berlin, Hamburg und Niedersachsen gestartet sind, sollen zudem Synergien genutzt und leitliniengerechte Behandlungspfade erarbeitet und beschritten werden.
 
Bundesweite Kampagne geplant
 
Um Diabetes-Patienten über die neuen Leitlinien, kardiologische Risiken, Versorgungsangebote und Finanzierungsbedingungen aufzuklären, planen die Workshop-Teilnehmer als nächsten Schritt eine Kampagne. Die Netzwerk-Kooperationspartner DITG (Deutsches Institut für Telemedizin und Gesundheitsförderung) und DEGEDI (Deutsche Gesundheitsdienste/hier: kardiologische Versorgungszentren) werden sich ebenso wie der DDH-M Landesverband NRW mit ihren Netzwerken und Angeboten daran beteiligen. Unterstützen werden die bundesweite Kampagne darüber hinaus der Aufklärungs-Bus von Boehringer Ingelheim und das Diabetes-Info-Mobil des DDH-M Landesverbandes NRW. Ziel ist es, die kardiologischen Risiken bei Patienten zu reduzieren und durch die Ausweitung der Kardio-Diabetes Netze das gesundheitliche Versorgungssystem zielgerichtet zu unterstützen. ub
 




Wichtige Sicherheitsinformation zu Insulin-Pens von Novo Nordisk

Novo Nordisk hat eine dringende Sicherheitsinformation zu den Insulin-Pens NovoPen Echo® und NovoPen®5
 
Novo Nordisk hat festgestellt, dass Patronenhalterungen bestimmter Chargen der Insulinpens NovoPen Echo® und NovoPen®5 mit der Zeit Risse aufweisen oder brechen können, wenn sie mit bestimmten chemischen Substanzen – darunter auch manchen Reinigungsmitteln – in Kontakt kommen. Im Interesse der Patientensicherheit bittet Novo Nordisk daher Patienten, die einen Pen aus einer der betroffenen Chargen verwenden, die Patronenhalterung zu ersetzen.
 
Der Austausch ist wie folgt vorgesehen:
Patienten werden gebeten, eine neue Patronenhalterung für ihren NovoPen Echo® und/oder NovoPen® 5 online über die Internetseite von Novo Nordisk  www.novonordisk.de anzufordern. Alternativ können sie sich telefonisch an den Novo Nordisk Kundenservice unter der hierfür eingerichteten kostenfreien Rufnummer 0800-589 1796 oder auch an eine Apotheke wenden. Die neue Patronenhalterung erhalten sie per DHL nach Hause bzw. an die im Bestellformular angegebene Adresse, die alte Penhalterung wird mit einem beiliegenden Rückumschlag zurückgesendet. Auf der Website von Novo Nordisk finden Sie weitere Informationen www.novonordisk.de/. Hier können Sie eine neue Patronenhalterung bestellen https://www.novonordisk.com/novopenecho5/de_de/form.html.
 
Für Fragen hat Novo Nordisk eine Hotline unter der kostenfreien Rufnummer 0800/ 589 1796 eingerichtet.
 
Hier das an die Patienten gerichtete Schreiben des Herstellers:

Anschreiben NP5_NPE
 




DiaDigital jetzt online

DiaDigital, das Portal zur Bewertung von Apps rund um das Thema Diabetes, ist jetzt online. Hier finden Betroffene und Behandler einen Überblick über bereits mit einem Siegel zertifizierte Apps.
 
Wer sich gerne mit Smartphone-Apps bei Diabetes befasst und auf solides Equipment baut, der sollte einen Blick auf das neue Online-Portal DiaDigital.de werfen. App-Interessierte und -Anwender (Betroffene und Behandler), aber auch App-Entwickler können sich hier einloggen, um beim Testen von Apps mitzumachen oder auch Apps für ein Siegel vorzuschlagen. Bei dem Portal geht es um eine Plattform, die die Wünsche und Erwartungen von Anwendern und die digitalen Möglichkeiten von Herstellern in Kommunikation bringt.
 
DiaDigital hat für den Bereich Diabetes einen Kriterienkatalog aufgestellt, der die Grundbedürfnisse der Diabetiker und Behandler in medizinischem und lebensunterstützendem Nutzen an Apps umfasst. Apps können nach diesen Kriterien zertifiziert werden. Hersteller müssen dazu eine Selbstauskunft geben. Zertifizierte Apps, die bereits ein Siegel erhalten haben, sind auf DiaDigital.de abgebildet und beschrieben. Die Siegelvergabe erfolgt durch die beteiligten Diabetesverbände diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M), Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) und Verband der Diabetesberatungs- und -schulungsberufe in Deutschland (VDBD).
 
Link:




Paul-Langerhans-Medaille 2017 für Professor Michael Roden

 
PRESSEMITTEILUNG
 
Professor Michael Roden mit der Paul-Langerhans-Medaille 2017 der Deutschen Diabetes Gesellschaft ausgezeichnet


Professor Michael Roden, Vorstand am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ), Leibniz-Zentrum für Diabetesforschung, Direktor der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf und Vorstand des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD e.V.) erhält die höchste Auszeichnung der Deutschen Diabetes Gesellschaft, die Paul-Langerhans-Medaille 2017. Mit der nach dem deutschen Pathologen Paul Langerhans benannten Medaille ehrt die Deutsche Diabetes Gesellschaft seit mehr als 40 Jahren internationale Spitzenforscher der Diabetologie.
 

Düsseldorf (DDZ) – Roden erhielt den Preis auf dem Diabetes Kongress 2017 in Hamburg, der jährlich stattfindenden wissenschaftlichen Tagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) mit rund 6.000 Teilnehmern. „Diese Auszeichnung ehrt mich sehr, besonders, da ich sie in einer langen Tradition mit namhaften Kolleginnen und Kollegen teile“, erklärte Prof. Michael Roden, Vorstand am DDZ. In seinem Vortrag zeigte Roden, wie mit Hilfe neuer Methoden die Störungen des Energiestoffwechsels beim Menschen sichtbar gemacht werden können. Diese Ergebnisse werden auch helfen, den Verlauf von Komplikationen des Diabetes wie z.B. Fettleber-Erkrankungen zu verstehen. Langfristig hoffe er als Leiter der Deutschen Diabetes-Studie, den Patienten Antworten geben zu können, wie sich Folgeerkrankungen bei Diabetes vermeiden ließen.
 
Zur Person:
Roden studierte an der Universität Wien und habilitierte sich dort über die „Modulation der hepatischen Insulinsensitivität“. Nach einem Forschungsaufenthalt als Max-Kade Fellow an der Yale Universität, USA, kehrte er nach Wien zurück, wo er ab 2004 als Vorstand der 1. Med. Abteilung und Studienkoordinator des Lehrkrankenhauses der Medizinischen Universität Wien am Hanusch-Krankenhaus tätig war und das Karl-Landsteiner-Institut für Endokrinologie und Stoffwechselkrankheiten leitete. Im Jahr 2008 wechselte er als W3-Professor an die Heinrich-Heine-Universität nach Düsseldorf und übernahm die Funktion des Sprechers des Vorstandes des DDZ. Seit 2009 ist er zudem ein Vorstandsmitglied des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD e.V.). Seine Erfahrungen auf den Gebieten des Diabetes und der Endokrinologie brachte er in viele nationale und internationale Komitees ein. So ist er der Vorsitzende des Medizinausschusses des Wissenschaftsrates und war einer der Koordinatoren der Europäischen Leitlinie zur Prävention des Typ-2-Diabetes IMAGE und der EASL-EASD-EASO Leitlinie über Nichtalkoholische Fettlebererkrankungen (NAFLD).
 
Zu seinen Forschungsgebieten zählen unter anderem die Erforschung des Energiestoffwechsels des gesunden Menschen, und im Besonderen der Patienten mit Diabetes mellitus und Adipositas. Seine bahnbrechenden Ergebnisse über die Effekte von Fettinfusionen und die Fettspeicherung in der Muskulatur trugen wesentlich zur Aufklärung der Fett-induzierten Insulinresistenz des Menschen bei. In den letzten Jahren konzentrierte sich seine Arbeit auf die Funktion der Mitochondrien in Muskel und Leber, wobei er mit seiner Gruppe neue Methoden der nicht-invasiven Messung mittels Magnetresonanzspektroskopie beitrug. Seine neuesten Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass die Mitochondrien-Funktion den Verlauf von Komplikationen des Diabetes wie der NAFLD entscheidend beeinflusst.
 
Nicht zuletzt ist er der Leiter der Deutschen Diabetes-Studie (GDS), einer multizentrischem prospektiven Untersuchung des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD e.V.) zum Diabetes mellitus und seinen Folgeerkrankungen. Für seine herausragenden Veröffentlichungen zum Thema des Stoffwechsels des Menschen und seiner Pathophysiologie erhielt Roden bedeutende internationale Auszeichnungen wie den International Novartis Award for Innovative Patient Oriented Research, den ESCI Award und den Oskar-Minkowski-Preis der EASD. Er hält desweitern Ehrendoktorate der Universitäten von Athen und Belgrad.
 
 
Fotohinweis:
Preisträger der wichtigsten Auszeichnung der Deutschen Diabetes Gesellschaft, der Paul-Langerhans Medaille 2017, Professor Michael Roden.
 
(26.05.2017)
 
Das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ) versteht sich als deutsches Referenzzentrum zum Krankheitsbild Diabetes. Ziel ist es, einen Beitrag zur Verbesserung von Prävention, Früherkennung, Diagnostik und Therapie des Diabetes mellitus zu leisten. Gleichzeitig soll die epidemiologische Datenlage in Deutschland verbessert werden. Federführend leitet das DDZ die multizentrisch aufgebaute Deutsche Diabetes-Studie. Es ist Ansprechpartner für alle Akteure im Gesundheitswesen, bereitet wissenschaftliche Informationen zum Diabetes mellitus auf und stellt sie der Öffentlichkeit zur Verfügung. Das DDZ gehört der „Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz“ (WGL) an und ist Partner im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD e.V.).
 
Aktuelle Pressemitteilungen des DDZ finden Sie im Internet unter www.ddz.uni-duesseldorf.de
 
DDZ-Pressebilder dürfen nur für redaktionelle Zwecke unter der Führung des Bildnachweises: „Quelle: DDZ e.V.“ verwendet werden. Der Abdruck ist honorarfrei. Wir bitten jedoch um Zusendung eines Belegexemplars bzw. einen Hinweis zum Ort der Veröffentlichung. 
 
Ansprechpartner am DDZ für weitere Fragen ist:
Christina A. Becker
Pressesprecherin
Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ)
Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung
an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Tel.: 0211-3382-450
E-Mail: Christina.Becker@ddz.uni-duesseldorf.de
 
 
 




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