Patient im Mittelpunkt der Diabetologie

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Patientenperspektive 2025
 
Als einzige Patientenorganisation beteiligte sich DDH-M an der Erarbeitung des Strategiepapiers „Diabetologie 2025“. Ziel der aufgezeigten zehn Handlungsfelder ist die nachhaltige Verbesserung von Früherkennung und Prävention sowie die Sicherstellung der künftigen Versorgung. Dieses Papier ergänzt damit das Basispapier des lange geforderten Nationalen Diabetes-Plans.
 

Auf der letztjährigen DDG-Herbsttagung wurde mit der „Düsseldorfer Resolution“ ein Prozess angestoßen, in dem sich die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) zusammen mit diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, dem Bundesverband der Niedergelassenen Diabetologen (BVND), dem Bundesverband der Diabetologen in den Kliniken (BVDK), dem Verband der Diabetesberatungs- und –schulungsberufe in Deutschland (VDBD), der Patientenorganisation Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) und dem Wissenschaftlichen Institut der niedergelassenen Diabetologen (WinDiab) zusammengesetzt haben, um Handlungsstrategien für die Diabetesversorgung 2025 auszuarbeiten. Im Ergebnis wurde ein Strategiepapier „Diabetologie 2025“ verfasst und auf der DDG-Herbsttagung 2016 in Nürnberg vorgestellt.
 
In einem eigenen Kapitel zur Patientenperspektive verdeutlichte DDH-M die Aufgaben der Diabetes-Selbsthilfe als die dritte nicht zu unterschätzende Säule der Gesamttherapie neben der medizinischen Diabetestherapie und der Diabetesschulung. Ehrenamtlich ausgerichtet wird der Selbsthilfe jedoch nach wie vor kein adäquater Stellenwert in Gesellschaft und Politik zugesprochen. Daraus resultieren vor allem Forderungen gegenüber der Politik nach

  • Diabetesbeauftragten, sowohl auf bundes- wie landespolitischer Ebene,
  • Stimm- und Mitwirkungsrechten in den Entscheidungsgremien in der Versorgung,
  • nachhaltigen Fördermaßnahmen zum Aufbau professioneller Selbsthilfe-Strukturen. 

DDH-M leistet Pionierarbeit
 
Im Fazit gehört der Patient in den Mittelpunkt der Diabetologie. Um diese Forderungen politisch jedoch durchsetzen zu können, bedarf es eines weiteren, sehr wichtigen Schrittes in der Selbsthilfe: der Bündelung aller vorhandenen Selbsthilfe-Aktivitäten und -Verbände zu einer einheitlich und professionell aufgestellten bundesweiten Selbsthilfeorganisation, die modern und zukunftsorientiert arbeitet. Durch ihr Mitwirken an der „Diabetologie 2025“ hat DDH-M nun ein weiteres Stück Pionierarbeit stellvertretend für alle Selbsthilfeverbände geleistet, um auch in der Politik wahrgenommen zu werden. Dennoch bedarf es für die weitere politische Interessenvertretung vor allem Mitgliederstärke, viele engagierte Mitstreiter und einen Zusammenschluss aller Aktiven, um für die Belange der Betroffenen mit einer Stimme sprechen zu können. Denn um die Zukunft der Diabetesversorgung zu sichern und Prävention zu etablieren, ist vor allem die Umsetzung der formulierten Handlungsstrategien entscheidend. Somit kommt noch viel Arbeit auf die mitwirkenden Verbände zu.
 
Die Inhalte des gesamten Strategiepapiers wird die DDH-M fortlaufend in ihrer Mitgliederzeitschrift „DDH-M aktuell“ vorstellen. ub
 
Link zum Strategiepapier: --> Diabetologie 2025

 

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